IRONMAN Interviews

Cameron Brown: "Eine wirklich schwache Disziplin kannst du dir heutzutage nicht leisten"

TRI226 | 24. Februar 2009

Cameron Brown in Aktion

Der Neuseeländer Cameron Brown galt in den letzten Jahren immer als einer der Favoriten für den Sieg beim IRONMAN Hawaii, konnte den Erwartungen bislang aber nie ganz gerecht werden. Sein Heimrennen hingegen, den IRONMAN New Zealand hat er in den letzten Jahren so oft gewonnen wie kein Triathlet einen anderen IRONMAN. Auch den IRONMAN Germany konnte er 2006 gewinnen. TRI226 sprach mit dem sympathischen "Kiwi" über seine Anfänge als Triathlet, seine Motivation den IRONMAN New Zealand am 7. März zum achten Mal zu gewinnen und über sein Hawaii-Syndrom.

 

TRI226: Cameron, wie bist Du zum Triathlon gekommen?

C.B.: Ich fing mit 15 Jahren an, nachdem ich die Tour de France im Fernsehen gesehen hatte und sie einfach toll fand. Hinzu kam, dass es an meiner Schule eine sehr starke Triathlonmannschaft gab und ich so den Sport schnell lernen konnte.

TRI226: Würdest Du nach wie vor Radfahren als Deine schwächste und Laufen als Deine stärkste Disziplin ansehen?

C.B.: Ich denke, dass ich mittlerweile in allen drei Disziplinen so ziemlich gleich stark bin. Laufen ist definitiv meine stärkste, aber eine wirklich schwache Disziplin kannst du dir heutzutage nicht leisten.

TRI226: Welche Disziplin magst Du am liebsten?

C.B.: Ich denke, ich mag das Radfahren am Meisten. Besonders wenn ich in Frankreich war und in den Pyrenäen trainiert habe. Die Straßen dort sind einfach fantastisch zum Radfahren und die Franzosen lieben den Sport.

TRI226: Nachdem letztjährigen IRONMAN Hawaii hattest Du massive Probleme mit der Achillessehne, so dass Du längere Zeit gar nicht laufen konntest. Bei Deinen ersten beiden Rennen in diesem Jahr hast Du Dich Anfang Januar aber bereits wieder mit zwei zweiten Plätzen in einer sehr guten Form präsentieren. Gerade beim zweiten Rennen konntest Du in der dritten Disziplin überzeugen: Bei der nationalen Meisterschaft über die halbe Ironman Distanz - die Du bereits achtmal gewonnen hast - konntest Du nach einem Raddefekt noch mit einer extrem starken Leistung vom siebten auf den zweiten Platz laufen.
Hast Du die Verletzung völlig auskuriert, so dass Du Dich optimal auf Dein Lieblingsrennen, den IRONMAN New Zealand am 7. März 2009 vorbereiten konntest?

C.B.: Ich hatte mir die Achillessehne in der Woche vor Hawaii verletzt und sie mir dann während dem Rennen völlig ruiniert. Es dauerte um die sieben Wochen bis alles wieder in Ordnung war und ich wieder laufen konnte. Ich hatte nur fünf Wochen Lauftraining vor dem Halbdistanzrennen. Deshalb war ich selbst überrascht, wie gut ich gelaufen bin. Mein Training ist bisher gut verlaufen und die Verletzung hat mir keine Schwierigkeiten mehr gemacht. Ich freue mich auf das Rennen am 7. März.

TRI226: Du hast den IRONMAN New Zealand in den letzten Jahren bereits sieben Mal gewonnen. Glaubst Du, dass Du das Rennen auch ein achtes Mal gewinnen kannst? Wer sind in diesem Jahr die Favoriten?

C.B.: Ich würde nicht an der Startlinie stehen, wenn ich nicht glauben würde, wieder gewinnen zu können. Es gibt im Rennen aber immer jemanden, der dich herausfordert.

TRI226: Hast Du neben dem IRONMAN New Zealand und dem IRONMAN Hawaii in diesem Jahr noch Starts bei anderen wichtigen Rennen geplant?

C.B.: Ich werde Mitte der Saison keinen IRONMAN mehr bestreiten, weil ich mich wirklich auf Hawaii konzentrieren will. Stattdessen werde ich mehrere Rennen der 70.3 Serie in den USA machen und so versuchen, mir etwas mehr Schnelligkeit für Hawaii anzutrainieren.

TRI226: Du warst beim IRONMAN Hawaii sechsmal unter den Top-10, dabei zweimal Zweiter, zweimal Dritter und nach einem Platten im letzten Jahr immerhin noch Fünfter. Aber was denkst Du, sind die Gründe, warum es bisher nie zu einem Sieg gereicht hat?

C.B.: Ich muss den besten Tag meines Lebens haben, um zu gewinnen und während meiner Rennen dort habe ich mich nie wirklich fantastisch gefühlt. Wenn du gewinnen willst, muss einfach alles passen. Im letzten Jahr war ich in einer guten Form und ich war enttäuscht, als ich 50 km vor Ende des Radabschnitts einen Platten hatte, aber so läuft es im Rennen halt manchmal!

TRI226: In den letzten Wochen hast Du ein paar Mal mit dem deutschen Newcomer Benjamin Rossmann trainiert. Er steht ebenfalls in der Startliste beim IRONMAN New Zealand 2009. Im letzten Jahr überraschte er beim IRONMAN Austria mit einem sechsten Platz und der schnellsten Laufzeit (2:44:03 h). Beim IRONMAN Hawaii 2008 hatte er die achtschnellste Laufzeit (2:50:48 h). Was denkst Du, kann er beim Rennen am 7. März eine Top-10-Platzierung erreichen?

C.B.: Ja, Ben wird zur Stelle sein beim IRONMAN New Zealand. Wir sind ein paar Mal zusammen Rad gefahren und gelaufen. Er ist ein starker Athlet. Ich denke, der Kurs wird ihm liegen.

TRI226: Cameron, vielen Dank für das Interview, viel Erfolg für das Rennen am 7. März und Deine weitere Saison.

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